Das 141. Jahr der Geschichte

Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Hasenberger begrüßte der 1. Vorstand Michael Niedermeier den Kreisbrandmeister Christian Gründl, den 1. Bürgermeister Fritz Pflugbeil,

2. Bürgermeister Tobias Birchinger, die Ehrenkommandanten Georg Aderbauer und Josef Ortner, Ehrenkassier Otto Hofer, ehem. Vorstand Hans Hasenberger, alle Mitglieder und Ehrenmitglieder.

Die Wehr hat momentan 189 Mitglieder. Neuaufnahmen 2014 waren: Ines Aderbauer, Franz Bauer, Dominik Dippl (Jugend), Birgit Hasenberger, Sebastian Wall (Jugend) und Christine Wolf

Ein Auszug aus den Vorstandschaftsterminen im abgelaufenenVereinsjahr – 

Maibaumaufstellen am Gerätehaus 

Beteiligung beim Pfingstfest-Auszug des SportvereinsHaarbach;

Beteiligung an Fronleichnamsprozession, KSK-Jahresfest, sowie beim Leonhardifest in Grongörgen;

Die Wehr besuchte die Gründungsfeste in Weng, Wald und Schwaibach. Ebenso Beteiligung bei den Grill-, Hallen-, Sommernachts-, Weinfesten und Versteigerungen der Nachbarsvereine.

Besonderer Dank an Johannes Hasenberger, der die Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Haarbach immer auf aktuellem Stand hält.

 

Der absolute Höhepunkt war jedoch das 125-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bergham, wo die Haarbacher Wehr die Ehre hatte, Patenverein sein zu dürfen. An den gelungenen 3 Festtagen war die Wehr jeweils stark vertreten und unterstützte die Berghamer Wehr auch arbeitsmäßig während der Aufbau-, Ablauf- und Aufräumarbeiten, wie es sich für einen „Paten“ auch gehört.

Besonderer Dank auch an die Patenbraut Lisa Hasenberger.

Die größte Investition war die Anschaffung der Wärmebildkamera Bullard T3 Max Bayern. Um die Gemeindekasse völlig zu entlasten und auch gemäß den Satzungen des gemeinnützigen Vereins zu handeln, wurde die Anschaffung komplett aus eigenen Mitteln der Feuerwehr finanziert. Es wurden hier, nach Abzug der Förderung durch den Freistaat Bayern, immerhin 2.750,00 € von der Haarbacher Wehr investiert.

 

Die Gemeinde Haarbach hat Malerarbeiten im Innenbereich, sowie an Fenster und Holzverschalungen am Gerätehaus ausführen lassen. Besonderer Dank hier an den 1. Bürgermeister Fritz Pflugbeil und die Gemeinderäte. Die Wehr hat dabei eine Eigenleistung von 66 Stunden erbracht.

Im Verlauf der Versammlung sind die Anwesenden über die von der Vorstandschaft neu festgelegte Vorgehensweise bei Ehrungen des Vereins informiert worden: Für aktive bzw. fördernde Mitglieder werden Ehrungen und Geschenke künftig entsprechend der jeweiligen Mitgliedschaft differenziert. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft  erfolgt satzungsgemäß zukünftig von der Mitgliederversammlung auf Vorschlag der Vorstandschaft.

Die Vorschlags-Kriterien hierfür sind der aktive Feuerwehrdienst oder die aktive Beteiligung am Vereinsleben. Ab dem 70. Geburtstag erhalten die Ehrenmitglieder zu den runden Geburtstagen ein Geschenk. Dementsprechend beteiligt sich der Verein zukünftig an Überführungen und Beerdigungen  bei aktiven Feuerwehrdienstleistenden, bei im Vereinsleben aktiven Mitgliedern und bei Ehrenmitgliedern.

Nach Prüfung sämtlicher Belege beantragten die Kassenprüfer Peter Kerl und Max Ortner die Entlastung vom Kassier und der Vorstandschaft – diese wurde von der Versammlung einstimmig erteilt.

 

Kommandant Johann Hasenberger berichtete in seinem 3. „Amtsjahr“ über die Lehrgänge, Übungen, sowie die 17 Einsätze und den vielen sonstigen Terminen; Erwähnt seien hier:

Die Leistungsprüfung „Löschangriff“, welche im vergangen Jahr von 1 Gruppe abgelegt wurde.

Lehrgänge: Johann Hasenberger und Walter Schäufl - Thema: Rettungskette Forst. Andreas Bischl Maschinistenlehrgang. Johann Hasenberger und Walter Schäufl  Einsatznachbearbeitung und Erstellen der Stärkemeldung  auf dem Server der ILS Passau.  Johann Hasenberger - Tagesseminar von Weber Hydraulik zum Thema „Patientengerechte Personenrettung“ bei der Feuerwehr in Hilgartsberg; organisiert vom Kreisfeuerwehrverband. Christian Friedrich und Fritz Kramer jeweils 8 Stunden - mit dem LF 10/6 - beim Fahrsicherheitstraining in Landshut.

 

Generell blicken die Feuerwehren harten Zeiten entgegen – ganz besonders wenn es um die Anzahl aktiver Kameradinnen und Kameraden geht. Dies trifft auch auf die Haarbacher Feuerwehr zu. Auch hier ist die Einsatzbereitschaft - obwohl mit derzeit 35 Aktiven (Stand: 01.01.2015) - tagsüber nicht mehr gewährleistet, so dass mit Bürgermeister Pflugbeil vereinbart wurde,  dass am Tag - von 6-18Uhr - die Bauhofmitarbeiter mit ausrücken. Durch das mangelnde Arbeitsplatzangebot vor Ort und auch die stärkeren sozialen Belastungen eines jeden Einzelnen werden in den nächsten Jahren die Aktivenzahlen fallen. Dies wird sicherlich zu weiteren Problemen bei der Tagesalarmsicherheit führen. Es ist für Einsatzkräfte notwendig, die Feuerwehrdienstvorschrift 3 „Einheiten im Hilfeleistungseinsatz“ zu kennen. Um auch weiterhin tagsüber überörtlich mit dem „Spreizer“ einsatzbereit zu sein, geht die dringende Bitte hier an die Bauhofmitarbeiter, sich an den entsprechenden Schulungen zu beteiligen, damit die Tagesalarmstärke für den Rettungsspreizer wieder erreicht werden kann. Dank für die gute Zusammenarbeit an Bürgermeister Fritz Pflugbeil, die Gemeinderäte und Gemeindeverwaltung – hier insbesonders Frau Christa Hartl, so Kommandant Hasenberger.

 

Martin Ortner bedankte sich für die Einsatzbereitschaft bei den Atemschutzträgern; nach dem altersbedingtem Ausscheiden von Kommandant Johann Hasenberger (28 Jahre Atemschutzträger), sowie Kassier und Schriftführer Franz Pöschl (32 Jahre), sind derzeit 11 Atemschutzträger bei der Haarbacher Atemschutzgruppe. Da dieses Jahr weitere 3 Atemschutzträger die Altersgrenze erreichen werden, wird auch dringend „Atemschutzträger-Nachwuchs“ benötigt, um die 3-fache Besetzung der Geräte auch in Zukunft stellen zu können.

 

Jugendwart Christian Friedrich berichtete über die Aktivitäten der Jugendgruppe, die erstmalige Ablegung der „Jugendflamme-Prüfung“, sowie die erfolgreiche Beteiligung am Wissenstest. Besonderer Dank hier an Kommandant Johann Hasenberger für die tatkräftige Unterstützung bei der Jugendarbeit. Der Wissenstest wurde in Haarbach abgelegt; an diesem Tag waren ca. 200 Jugendliche in Haarbach und stellten ihr Könnenunter Beweis. Die Gruppe besteht zurzeit - dank der beiden Neuzugänge - aus 7 aktiven Jugendlichen.

 

Bürgermeister Fritz Pflugbeil dankte der Wehr und den Verantwortlichen für die vielen freiwillig und unentgeltlich geleisteten Arbeits-, Übungs- und Einsatzstunden. Beeindruckend war der Wissentest in Haarbach; es isterfreulich, wenn man sieht, wie die Jugendlichen mit „Herzblut“ dabei sind und die Prüfung ablegen. Wir bauen ja alle auf die Jugend und es ist lobenswert, dass sich hier allgemein auch wieder etwas mehr Zuspruch zeigt. Besonderer Dank für die Anschaffung der Wärmebildkamera in Eigenleistung; die Vorführung war beindruckend, was man mit diesem Gerät alles leisten kann und nicht zuletzt für die persönliche Sicherheit der Atemschutzträger, so Pflugbeil. 

KBM Christian Gründl bedankte sich für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr und hier besonders für die Ausrichtung vom Wissenstest und die Anschaffung der Wärmebildkamera. In 2015 erfolgt die Umstellung der Grundausbildung vom „Truppmann“ auf die modulare Ausbildung mit Basismodul und Zusatzmodule incl. Funk- und Erste-Hilfeausbildung. Diese Grundausbildung ist sehr praxisnah ausgerichtet. Wenn der Digitalfunk eingerichtet ist, wird im Herbst eine ca. vierstündige Ausbildung/Einweisung vor Ort stattfinden, so Gründl.

Übergabe der Wärmebildkamera

Im Rahmen einer eingehenden Schulung durch Ludwig Rupp aus Osterhofen wurde in Anwesenheit vom 1. Bürgermeister Fritz Pflugbeil die neue Kamera an den 1. Kommandanten Johann Hasenberger übergeben.

Die Vorstandschaft der Haarbacher Wehr hatte primär - auf Anregung von Kommandant Hasenberger - zur persönlichen Sicherheit der Atemschutzträger die Anschaffung der Wärmebildkamera Bullard T3 Max Bayern beschlossen. Die Entscheidungsträger wurden hier durch die sehr robuste Bauweise, der lebenslangen Garantie auf das Gehäuse, der guten Bildqualität - auch in dunklen und verrauchten Räumen - der langen Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden, Hitzebeständigkeit bis 1000 °C, Wasserdichtigkeit, Nähe der Händlerbetreuung vor Ort - und nicht zuletzt - durch die einfache Bedienbarkeit überzeugt.

 

Um die Gemeindekasse völlig zu entlasten und auch gemäß den Satzungen des gemeinnützigen Vereins zu handeln, wurde die Anschaffung komplett aus eigenen Mitteln der Feuerwehr finanziert. Es wurden hier, nach Abzug der Förderung durch den Freistaat Bayern, immerhin 2.750,00 € von der Haarbacher Wehr investiert. 

 

Die Wärmebildkamera kann mehr als „Glutnester“ suchen - erklärte Ludwig Rupp in seiner eindrucksvollen Schulung und Einweisung – so zum Beispiel:

-> In der Lagebeurteilung - hervorzuheben sei hier der Zeigewinn von der Hälfte bei der Brandherdsuche, sowie die Personensuche - diese dauert nur noch 1/3 der Zeit. Lokalisierung des Brandherdes von außerhalb des Gebäudes, Erkennen der Ausbreitungsrichtung des Brandes, sowie Änderung in der Brandentwicklung.

-> Suchen und Retten: Absuchen der Räume, Würfelblick (Decke, Wände, Boden und Blick zurück); Erkennung von „Flashover-Gefahr“ – hier besonders wichtig für den Eigenschutz der Atemschutzträger; schnelle Personensuche in verrauchten Räumen, um hier das Leben derer retten zu können.

-> Brandbekämpfung – hier schnelles Auffinden des Brandherdes und rasches Entdecken von versteckten Wärmequellen, Beobachtung der Löschwasserwirkung – hier durch Verminderung von Löschwasserschäden. Eigensicherung durch Erkennung von Gefahren; In der Brandwache sind „Glutnester“ einfach und schneller zu entdecken und wirkungsvoll zu bekämpfen.

-> Gefahrgüter – hier das Entdecken von Chemikalien, sowie Öl in Gewässer. Prüfen von Flüssigkeitsständen in Tanks; Gasaustritt kann entdeckt werden.

-> Waldbrände können bei starker Rauchentwicklung -  auch von der Luft aus - einfach lokalisiert werden. Personensuche in freier Natur – ist ebenfalls auch von der Luft aus möglich.

-> Nach Verkehrsunfällen – hier kann mittels der Kamera festgestellt werden, wieviele Personen im Auto saßen, da Restwärme auf den Autositzen festzustellen ist; somit kann definitiv geprüft werden, ob evtl. noch Personen zu suchen sind – es könnte jemand aus dem Fahrzeug geschleudert worden sein bzw. verletzt und unter Schock stehend davongelaufen sein.

-> Überwachung von Schaltschränken, Schweißarbeiten, Leckagen an Warmwasserleitungen, Fußbodenheizungen usw. wäre ebenfalls möglich.

Nach der Schulung und den fachlichen Ausführungen durch Ludwig Rupp zeigten sich Bürgermeister Fritz Pflugbeil, die beiden Kameraden von der FF Rainding, sowie die Haarbacher Kommandanten und Vorstandschaft sehr beeindruckt, was man mit dem neuen Gerät alles machen kann, um noch bedeutend effektiver und professioneller arbeiten zu können. Nun geht es ans Üben, damit diese Vorteile und Möglichkeiten auch im Ernstfall entsprechend von den Einsatzkräften genutzt werden können.

"Zum Einsatz fertig!"

Unter Anleitung von Kommandant Johann Hasenberger und 2. Kommandant Walter Schäufl, der auch in der Gruppe „aushalf“,  absolvierten 5 Feuerwehrmänner und 3 Frauen die „Bayerische Leistungsprüfung - Löschangriff“ – davon 5 in der höchsten Stufe VI. Nach intensiver Vorbereitung konnte sich das Schiedsrichterteam, Kreisbrandinspektor Peter Högl und Kreisbrandmeister Christian Gründl, über den guten Ausbildungsstand der Aktiven überzeugen.

 

Kdt. Hasenberger ist stolz auf die Teilnehmer und hofft, dass die Absolventen der Stufe 6 nun nicht in den „Feuerwehr-Ruhestand“ gehen, sondern bei der Wehr bleiben und somit auch beitragen, die notwendige Mannschaftsstärke für die nächsten Jahre zu erhalten.

 

KBM Christian Gründl stellte fest, dass hier eine wirklich fundierte Ausbildung stattfand, die Gruppe anständig und sauber gearbeitet hat und somit die Leistungsprüfung in der Sollzeit bestanden wurde. Besonderer Dank an Walter Schäufl für das „Aushelfen“ in der Gruppe.

KBI Peter Högl dankte den Teilnehmern für die gute Vorbereitung und Opferung der Freizeit.

Es ist wichtig, dass die Gruppe zusammenhilft, damit  im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und in Ruhe effektiv gearbeitet werden kann. Es ist notwendig, dass man sich auf gut ausgebildete Einsatzkräfte verlassen kann, deshalb auch hier der Aufruf an die Absolventen der höchsten Stufe, der Wehr weiterhin die Treue zu halten.

 

Es erhielten die Leistungsabzeichen in

Stufe II: Johannes Hasenberger

Stufe IV: Michael Bischl

Stufe V:  Josef Kraus

Stufe VI: Christine Feilhuber, Ramona Killinger, Fritz Krammer, Ulrike Maier, Klaus Nischler

Übung an der Grundschule Haarbach

Große Aufregung herrschte am Freitag vor den Pfingstferienin der Grundschule Haarbach: Um 10 Uhr ertönte schrill der Alarmton durch das ganze Schulhaus. "Nur eine Übung!" – wurde den teilweise verängstigten Schülern leise zugeflüstert.

 

Die unangesagte Alarmprobe war mit dem 1. Kommandanten der FFW Haarbach, Johann Hasenberger, für diesen Tag vereinbart worden. Schnell machten sich alle Kinder mit ihren Lehrkräften daran, ruhig und geordnet über die bekannten Fluchtwege ins Freie zu gelangen und an der Sammelstelle neben dem Kindergarten einzutreffen. Doch eine Klasse fehlte: Für die 3. Klasse im 1.OG war der Weg nach draußen versperrt. Durch einen Brand im angrenzenden Lehrerzimmer – angenommen war ein Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung – konnten die Drittklässler nicht durch den Gang nach draußen gelangen. Nun warteten alle mit Spannung auf die Rettungskräfte. Am Haupteingang wurde dem verantwortlichen Zugführer das Sicherheitskonzept der Schule überreicht. So konnten zwei Wehrler mit Atemschutzgerät und Sauerstoffflasche zu den"Eingeschlossenen" vordringen, um ihnen die Lage zu schildern und genaue Verhaltensanweisungen zu geben. Nun wurden die Kinder mit Rettungsleitern vom angrenzenden Dach des Zwischengebäudes geborgen. Auch die Drehleiter der Bad Griesbacher Feuerwehr kam dabei zum Einsatz.

 

Nach der reibungslosen und zügigen Rettung aller Personen aus dem Schulgebäude konnten sich alle Schüler noch einen Eindruck von der professionellen Ausrüstung der Feuerwehren machen. Dazu gehörte das Ausprobieren der Wasserspritze, die Drehleiter und der Löschzug, in dem die Kinder eine Sitzprobe machen durften.

 

Bei der anschließenden Lagebesprechung sprachen KBM Christian Gründl und der Kommandant der Haarbacher Feuerwehr, Johann Hasenberger, allen Beteiligten ein großes Lob für die rasche und sichere Durchführung der Übung aus. Fünf Feuerwehren waren im Alarmplan vorgesehen – Haarbach, Grongörgen, Bad Griesbach, Rainding und St. Salvator.

Bürgermeister Fritz Pflugbeil war sofort nach dem Alarm in der Schule eingetroffen, um die Übung mitzuerleben. Er bedankte sich ausdrücklich bei den vielen Freiwilligen, die sich an dem Vormittag die Zeit nahmen, um an der Übung mitzuwirken. "Dies ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit und nicht so leicht mit der Arbeit zu vereinbaren. Dennoch muss der Ernstfall immer wieder geprobt werden, um bestens gerüstet zu sein. Dass dies klappt, haben die Beteiligten wieder unter Beweis gestellt."

"So einen Schultag könnten wir ruhig öfter mal haben…", meinte ein Schüler zum Schluss und alle gingen fröhlich in die wohlverdienten Ferien.

Patenverein beim 125-jährigen Gründungsfest in Bergham

Der Mai ist der Monat der Feste und in Bergham feierte man mit voller Stolz am Wochenende bei herrlichem Wetter drei Tage lang das 125-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Bergham. Am Freitag ging es bereits lustig los mit einem Auftritt der Kabarettisten "Da Huawa, da Meier und i". Am Samstag wurden dann Schirmherr Bürgermeister Fritz Pflugbeil, der stellvertretende Landrat Klaus Jeggle, die Festdamen, der Patenverein – die Feuerwehr Haarbach – sowie alle weiteren Feuerwehren der Gemeinde, die Nachbarwehren und die Ortsvereine vom Vorsitzenden Reinhard Lorenz willkommen geheißen. Gemeinsam gingen alleBesucher zur Metzgerkapelle beim Wimmer Anwesen zur Gedenkfeier für die verstorbenen Kameraden. Dort hielt Pater Paul Ostrowski eine Andacht und die Trauerbraut Maria Rettenberger zündete eine Kerze an. Der erste Kommandant Manfred Rettenberger verlas die Liste der verstorbenen Kameraden seit 1990 und legte einen Kranz nieder.

 

Nach der Andacht wurdenoch die Ehrung verdienter Mitglieder vorgenommen und zurück zum Festzelt marschiert. Hier begrüßte Festausschusschef und Vorsitzender Reinhard Lorenz nochmals alle Gäste und lud zum gemütlichen Beisammensein im Festzelt zu den Klängen der Wolfachtaler Musikanten ein, dabei wurde als erstes das Berghamerlied von allen angestimmt, dann lange gefeiert. Am Sonntagmorgen holte man Maria Fischer – die Fahnenmutter der letzten Fahnenweihe im Jahre 1959, deren Tochter die jetzige Festmutter Maria Dötter ist – sowie die beiden Patenbräute Verena Bründl und Lisa Hasenberger, Festbraut Tanja Kainz und Trauerbraut Maria Rettenberger ein, ehe alle Ehrengäste mitsamt dem Schirmherrn, Haarbachs Bürgermeister Fritz Pflugbeil, Landratstellvertreter Raimund Kneidinger, MdL Staatssekretär Georg Eisenreich, MdL Walter Taubeneder, KBI Peter Högl und KBM Christian Gründl, KBM Max Ebertseder, KBM Michael Dörner, EKBR Franz Silbereisen und EKBI Hans Wimmer von den verschiedenen Musikkapellen ins Festzelt gespielt wurden. Nachdemlle Vereine, über siebzig an der Zahl, auch eingetroffen waren, zog man in einem imposanten Kirchenzug mit den Wolfachtaler Musikanten, der Holzlandkapelle und den Salzweger Musikanten zur Festwiese neben der Berghamer Kirche, wo der Altar unter freiem Himmel aufgebaut wurde. Dort zelebrierte der Bezirksfeuerwehrpfarrer Gotthard Weiß zusammen mit Gemeindepfarrer Pater Paul Ostrowski den Festgottesdienst, der vom Haarbacher Männer- und Kirchenchor feierlich umrahmt wurde.

 

Vor der Segnung der Fahnenbänder durch Pfarrer Weiß weihte dieser noch das Wasser des Hl. Florian. Die Festmutter und die Festdamen hielten ihre Prologe und hängten dann ihre Bänder an die jeweiligen Fahnen. Schirmherr Fritz Pflugbeil meinte "Es ist eine große Ehre für mich, Schirmherr dieses Jubelfestes sein zu dürfen. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen Berghamer Feuerwehrkameraden für ihre stete Einsatzbereitschaft und natürlich den Hilfeleistungen in all den vergangenen Jahren. Es war sicher nicht leicht, vor 125 Jahren eine Feuerwehr zu gründen, darum freut es mich besonders, dass es die Feuerwehr Bergham immer noch mit vollem Einsatz gibt." Der stv. Landrat Raimund Kneidinger überbrachte die Grüße des Landrates und des Landkreises Passau und gratulierte mit Dank für die 125 Jahre dem Jubelverein.

 

KBI Peter Högl lobte ebenfalls: "Ich gratuliere euch, liebe Berghamer, und vor allem euren Vorfahren, die mit Weitblick vor 125 Jahren diese Wehr gegründet haben. Aber auch mit eurem Engagement beweist ihr immer wieder, wie man in die Zukunft schauen muss." Danach ging es zurück zum Festzelt, wo bei Musik das Mittagessen eingenommen und noch lange bei bestem Festwetter gefeiert wurde: "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr".