Das 142. Jahr der Vereinsgeschichte

Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Hasenberger begrüßte der 1. Vorstand Michael Niedermeier den Kreisbrandmeister Christian Gründl, den 1. Bürgermeister Fritz Pflugbeil, 2. Bürgermeister Tobias Birchinger, die Ehrenkommandanten Georg Aderbauer und Josef Ortner, ehem. Vorstand Hans Hasenberger, alle Mitglieder und Ehrenmitglieder.

 

Im Jahr 2015 mussten leider der Ehrenkassier Otto Hofer, ehem. Kdt. Englbert Killinger und ehem. Kassenprüfer Peter Aderbauer zu Grabe geleitet werden.

 

Die Wehr hat momentan 190 Mitglieder. Neuaufnahmen 2015 waren: Sandro Knab, Klaus Prähofer, Marco Koblbauer, Matthias Wilhelm und Franziska Reindl (Jugend).

 

Michael Niedermeier ließ die vielen gesellschaftlichen Vereinstermine Revue passieren.

 

Besonderer Dank an Johannes Hasenberger, der sich vorbildlich um den Internetauftritt kümmert, sowie an Kdt. Johann Hasenbeger und Jugendwart Christian Friedrich, die sich ganz besonders um die mittlerweilen vereinsübergreifende Jugendarbeit in der Gemeinde kümmern.

 

Von der Vorstandschaft wurde eine Satzungsänderung, sowie die Eintragung in das Vereinsregister angeregt und vorgestellt. Dies wurde von der Mitgliederversammlung dann einstimmig beschlossen.

 

Satzungsgemäß wurden von der Versammlung ferner die Kameraden Jean Blouin, Alois Plattner, ehem. Vorstand Hans Hasenberger, Georg Reitberger und posthum Peter Aderbauer zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

Florian Birchinger und Josef Füllmeier jun. wurden zu neuen Kassenprüfern gewählt.

 

Nach Prüfung sämtlicher Belege beantragten die Kassenprüfer die Entlastung vom Kassier und der Vorstandschaft – diese wurde von der Versammlung einstimmig erteilt.

 

Kommandant Johann Hasenberger berichtete in seinem 4. „Amtsjahr“ über die Lehrgänge, Übungen, sowie die 23 Einsätze und den vielen sonstigen Terminen.

 

Die THL-Leistungsprüfung wurde von 1 Gruppe erfolgreich abgelegt.

 

Den Maschinistenlehrgang absolvierte Markus Krenn.

 

Josef Kraus jun. konnte als Funkbeauftragter gewonnen werden und gehört somit nun der Vorstandschaft an.

 

Besonderer Dank an Bürgermeister Fritz Pflugbeil, die Gemeinderäte und die Sachbearbeiterin Frau Christa Hartl, so Kommandant Hasenberger.

 

Martin Ortner bedankte sich für die Einsatzbereitschaft bei den Atemschutzträgern; derzeit sind 12 Atemschutzträger - in Zusammenarbeit mit der FF Bergham und Unterhörbach - bei der Haarbacher Atemschutzgruppe. Als besonderer Atemschutzeinsatz sei der Brand in der Tiernahrungsfabrik in Sammarei erwähnt.

 

Jugendwart Christian Friedrich berichtete über die Aktivitäten der Jugendgruppe, die Ablegung der Jugendleistungsprüfung, der Jugendflamme, sowie die erfolgreiche Beteiligung am Wissenstest.

 

Die Gruppe besteht zurzeit aus 10 aktiven Jugendlichen; weitere Anwärter sind jederzeit willkommen.

 

Bürgermeister Fritz Pflugbeil freut sich ganz besonders über die Jugendgruppe; es ist erfreulich, wenn man sieht, dass es weitergeht.

 

Nochmals Dank für die Anschaffung der Wärmebildkamera durch den Verein, die Übernahme der Aufgaben, sowie das Engagement, als Stützpunkt der Gemeinde Haarbach, hier Verantwortung für Atemschutz und technische Hilfeleistung zu übernehmen. Speziell bei technischer Hilfeleistung sieht man die Wichtigkeit der Feuerwehr, dass hier hervorragend ausgebildete „Freiwillige!“ großartige Leistungen für den Bürger bringen. Es ist sicher keine einfache Arbeit, einen Schwerverletzten zu bergen, so Pflugbeil.

 

KBM Christian Gründl bedankte sich für die geleistete Arbeit und das Engagement im abgelaufenen Jahr. Es wurde viel Zeit in die Ausbildung investiert und die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinde-Wehren klappt hier auch schon recht ordentlich und sollte auch noch weiter intensiviert werden.

 

Der Digitalfunk wird nun eingerichtet und funktioniert im Gemeindegebiet hervorragend.

 

Sobald die Digitalgeräte im Standort sind, wird für die Aktiven eine ca. 4 stündige Grundlagen-Schulung vor Ort stattfinden, so Gründl.

Angenommener "Brand eines landwirtschaftl. Nebengebäudes"

Im Rahmen der Frühjahrsübung im Schutzbereich der Feuerwehr Haarbach wurde vom 1. Kommandanten Johann Hasenberger eines der Objekte mit der längsten Förderstrecke gewählt. Die 7 Gemeindefeuerwehren waren gefordert, von der Wolfach aus, eine ca. 1.000 mtr. lange Förderleitung, mit einem Höhenunterschied von ca. 55 mtr., herzustellen. Es wurden 62 B-Längen von den Feuerwehren Uttlau, Grongörgen, Wolfakirchen, Unterhörbach, Bergham, Rainding und Haarbach zum Anwesen der Fam. Krenn verlegt. Erschwerend ist hier die schmale nicht geteerte Zufahrtsstraße, welche für nachfolgende Rettungsfahrzeuge, weitere Löschfahrzeuge, evtl. Drehleiter etc. freigehalten werden musste.

Die beiden wasserführenden und mit Atemschutz ausgerüsteten Fahrzeuge von der FF Rainding und Haarbach waren direkt am „Brandobjekt“. Die 3 Tragkraftspritzen pumpten das Wasser bis zum LF10/6 der FF Haarbach. Die Pumpen in der Strecke wurden so platziert, dass immer eine weitere Wehr in der Nähe stand, um im Bedarfsfall eine defekte Pumpe austauschen zu können. Von Haarbachloh aus gibt es eine weitere Zufahrt, welche für Tanklöschfahrzeuge imErnstfall zu nutzen wäre, so Johann Hasenberger.

 

Kreisbrandmeister Christian Gründl bedankte sich bei der Familie Krenn, dass hier geübt werden durfte. Es ist sehr wichtig, dass die Zufahrtsstraße immer freigehalten wird, wie hier auch vorbildlich praktiziert wurde. Bei einem größeren Wasserbedarf - im Ernstfall auch anderswo – ist hier sicherlich die „Dispo-Gruppe Pendelverkehr“ anzufordern; hier wären dann 5 Tanklöschfahrzeuge á 2000 ltr. zur Verfügung, die im Pendelverkehr Löschwasser bringen können, bis die Förderstrecke steht. Ebenso wäre der Schlauchwagen SW2000 von Bad Griesbach nachzualarmieren, um eine 2. Förderstrecke erstellen zu können. Hinweis an die Maschinisten - den Ausgangsdruck immer im Auge zu behalten, dass dieser nicht zweistellig wird und dadurch evtl. Schäden an den Schläuchen auftreten. Das Mehrzweckfahrzeug  11/1 der FF Haarbach wurde hier als Führungsunterstützungsfahrzeug eingesetzt. Der Kommandant hat zur Entlastung somit einen Mitarbeiter im Hintergrund, der sich um den Funkverkehr kümmert und die Verbindung zur Leitstelle hält. Es wurden 3 Abschnitte gebildet, die Gruppenführer haben Funktionswesten getragen und somit war sofort erkennbar, wer für etwas zuständig ist.

Es wurde hier vorbildlich gearbeitet, so Gründl. 

 

Der 1.Bürgermeister Fritz Pflugbeil ging die ganze Strecke selbst ab - von der Wasserentnahmestelle an der Wolfach, bis zum Anwesen Krenn. Es war hochinteressant, wenn man sieht, wie hier tadellos und gut durchorganisiert gearbeitet wurde. Es wurde hier eine großartige Leistung abgeliefert. Es würde die beste Ausrüstung nichts nützen, wenn die freiwilligen Einsatzkräfte nicht da wären, die damit arbeiten und umgehen können. Daher besonderer Dank an die 92 Kameradinnen und Kameraden, sowie der Jugendfeuerwehr, für die Beteiligung an der Großübung, so Pflugbeil.

Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz

Es mussten hier Fragen zur Gerätekunde, wie Einsatz der Tauchmotorpumpe, Krankentrage, Trennschleifmaschine, Motorkettensäge, Flutlichtstrahler mit Stativ, hydraulischem Rettungssatz und Mehrzweckzug beantwortet werden.

In Erster Hilfe war ein „Verletzter“ in die stabile Seitenlage zu bringen und zu erklären, was hierbei alles zu beachten ist.

Anschließend ging es an den Aufbau zur Hilfeleistung; Der Gruppenführer erkundet die Unfallstelle und gibt entsprechende Befehle zur Rettung der „eingeklemmten“ Person. Der Melder betreut währenddessen die „verunfallte“ Person im Auto. Das Fahrzeug wird stabil unterbaut, Beleuchtung und Brandschutz werden sichergestellt, benötigte Geräte werden einsatznahbereitgelegt. All dies wurde fehlerfrei in der Sollzeit erfüllt. 

 

3. Bürgermeister Franz Gerleigner überbrachte die Grüße vom 1. Bürgermeister Fritz Pflugbeil und dankte besonders den Initiatoren und Ausbildern Johann Hasenberger und Walter Schäufl, sowie allen Teilnehmern für die Einsatzbereitschaft und die Opferung der Freizeit. Es ist beeindruckend, wenn man sieht, wie hier alles funktioniert und abläuft – eine starke „Truppe“, so Gerleigner. 

KBM Michael Dörner bescheinigte der Haarbacher Wehr eine super Leistung – man findet dies nicht oft.

 

Die Gruppe hat in der Vorbereitung Gerätekunde und Unfallverhütungsvorschriften gut wiederholt, ebenso kennt sie die notwendigen Einsatzgeräte - um dies geht es schließlich in der Prüfung - damit der Ablaufbei Verkehrsunfällen wieder einstudiert wird.

Kreisbrandmeister Christan Gründl war auch unter den Prüflingen.

 

Die Leistungsabzeichen erhielten in

Stufe II: Johannes Hasenberger

Stufe IV: Michael Bischl, KBM Christian Gründl, Ulrike Maier, Klaus Nischler

Stufe V: Josef Kraus, Christine Feilhuber,

Stufe VI: Fritz Krammer